senf zum tag

Montag, 16. Juli 2012

i carry your heart.

i carry your heart with me
i carry it in my heart

i am never without it
anywhere i go you go, my dear;
and whatever is done
by only me is your doing, my darling

i fear no fate
for you are my fate, my sweet
i want no world
for beautiful you are my world, my true

and it’s you are whatever a moon has always meant
and whatever a sun will always sing is you

here is the deepest secret nobody knows
here is the root of the root
and the bud of the bud
and the sky of the sky of a tree called life;
which grows higher than soul can hope or mind can hide
and this is the wonder that’s keeping the stars apart

i carry your heart
i carry it in my heart

—-E. E. Cummings

recovering this blog

"jetzt ist schon wieder etwas passiert" schreibt der wolf haas immer.

am 30.6. ist mein geliebter ehemann tödlich verunglückt.

ich habe viel im kopf und schreibe es raus, damit er nicht mehr so schwer ist.

daher wird hier in diesem blog in zukunft wieder mehr passieren.

auf wiederlesen
sabrina aka weird sista aka black widow

Donnerstag, 1. Juli 2010

humanitäres bleiberecht und wie man innenminister wird

manchmal sagt jemand anderer genau das, was man sich selber denkt. bitte, herr hader:

Samstag, 19. Juni 2010

österreich ist frei. hans dichand ist gestorben.

viele nachrufe auf "kronen zeitung" herausgeber hans dichand wurden in den letzten tagen veröffentlicht.

dieser hier spricht mir aus der seele: http://www.zib21.com/jetztzeit/nachruf-auf-hans-dichand/

"Man soll Toten nichts Schlechtes nachsagen. Das ist ein alter Lateiner, der sich vor allem im katholischen Österreich gerne hält. Doch ich habe Hans Dichand schon zu Lebzeiten gehasst."


ich auch. man soll toten nichts schlechtes nachsagen? - fuck it! das natürliche aus dem leben scheiden ist keine leistung. und es macht aus schlechten menschen keine helden. als leserin, journalistin und kommunikationswissenschaftlerin, ja auch generell als österreicherin hatte ich immer meine liebe not mit hans dichand. respekt vor seinem erfolg und seinem gespür, aber was dabei inhaltlich rauskam, war unter aller kritik. gerade gut genug zum salat einwickeln und in nasse schuhe stopfen. sein einfluss auf die öffentliche meinung auf der einen und die politik auf der anderen seite sah ich stets als sehr bedenklich und gefährlich für unser land an.

meine hoffnung war immer, "naja, er ist schon sehr alt, irgendwann hat auch das ein ende". und ich sah freudig in diese zukunft. nein, ich wünschte ihm nicht den tod, ich wünschte nur, dass sich etwas ändert. dass ausgerechnet die "krone" die auflagenstärkste zeitung DER WELT (in relation zur bevölkerungszahl) war, das war für mich stets ein armutszeugnis für unser land. dass die meisten leute das blatt primär deshalb lesen, weil es ein handliches format hat, ist beinahe noch schlimmer.

ich war stets der meinung, dass der erfolg von haider und später strache zumindest zum teil auch auf die erzkatholische, rassistische, und EU-feindliche blattlinie der "krone" - also hans dichands persönliche politische befindlichkeiten - zurück zu führen war. und die meinung des herausgebers hat in einer zeitung außer im editorial nirgends was verloren. aber er schrieb ja sogar die "leserbriefe" selbst.

es mag pietätlos sein, so etwas zu sagen, aber ähnlich wie nach jörg haiders tod fühle ich mich befreit von einem großen übel. hans dichand war kleingeistig, bösartig und reaktionär, jedoch gleichzeitig in seinem metier sehr geschickt, was ihn viel zu mächtig gemacht hat. es kann unserem land und seiner medienlandschaft nur gut tun, von dichands klammergriff befreit zu sein.

dichands naheverhältnis zu kanzler faymann war ebenso bedenklich wie seine kampagne für barbara rosenkranz (wo sogar er einmal zurück rudern musste, weil er in diesem fall nicht die zustimmung der leserInnen einfuhr), oder sein in der "krone" geäußerter wunsch, nach einem kanzler josef pröll und erwin pröll als bundespräsidenten.

wer meint, ich übertreibe, denen empfehle ich die arte-doku "Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück" von nathalie borgers. wenn der chefredakteur der erfolgreichsten tageszeitung des landes wöchentlich zum bundespräsidenten (damals noch klestil) guglhupf essen geht und die lage des landes bespricht, dann stimmt was nicht mit der demokratie. besonders dann, wenn nicht der staatsmann, sondern der medienzar mehr gewicht im land hat. aus angst vor der mächtigen krone wurde der film im ORF nie gezeigt. arte flog nach der ausstrahlung der doku aus dem "krone"-TV programm...

Mittwoch, 5. August 2009

che bello!

lalinea

ich hab lustige arbeitskollegInnen. das ist die glas-wand vom besprechungszimmer und irgendwer hat das anonym platziert. da ist man doch gleich gut gelaunt :)

Mittwoch, 27. Mai 2009

Wahlkampf für Hirnamputierte



Eigentlich denk ich mir ja auch immer, das gibt's ja net, sind die Leute echt so dumm? Aber, andererseits, wie sagt Agent K in "Men In Black": "One a person is smart. People are dumb, panicky, dangerous animals, and you know it."

Dienstag, 7. April 2009

everybody's free to wear sunscreen

Montag, 8. Dezember 2008

Weg der Freundschaft: Ankunft in Österreich

Willi Triml und Franz Xaver Lahmer sind gestern mittag in Wien Schwechat angekommen.

Das österreichisch-deutsche-Familien-Empfangs-Komitee für Willi:
family

williundfranz
gruppenfoto
von links: Franz Xavers Tochter Sabrina, FX Lahmer, Franz Xavers Tocher Miriam, Anton Triml (Willis Cousin und einer der Sponsoren), Willis Enkel Elias, Willi Triml)

Sie haben viel abgenommen, sind sonnengebräunt, ihre Füße sehen schlimm aus, aber sie haben ein unbezahlbares Leuchten in den Augen...

Pressekonferenz am 11. Dezember 2008, 14 Uhr im Café Pusch in St. Pölten (Domgasse)

Montag, 24. November 2008

weg der freundschaft: sie sind angekommen!

weg

am 14. april sind der pressefotograf franz xaver lahmer und mein großcousin willi triml von großrust bei st. pölten zu fuß richtung senegal gestartet. nach allerlei hindernissen wie einem gestohlenen zelt, einem skorpion-stich, sandflöhen, einem esel, der sich dauernd aus dem staub machen wollte und dann auch noch krank wurde, haben sie gestern haben sie ihr ziel, das lepradorf m'balling wohlbehalten und gesund erreicht!

hier kann man die strecke sehen: http://www.world7000.com/index.php?option=com_google_maps&Itemid=108

sie mussten mauretanien auslassen, da es dort im august einen militärputsch gegeben hat. es wäre zu gefährlich gewesen, auch das österreichische außenministerium hat eine reisewarnung ausgesprochen. daher sind sie in der westsahara bis nahe an die mauretanische grenze gegangen und haben dann ein flugzeug nach dakar (hauptstadt des senegals) genommen. von dakar reisten sie dann bis zur grenze zwischen mauretanien und senegal und gingen von dort aus wieder zu fuß weiter.

es waren auch ohne mauretanien immerhin über 5.000 km, die die beiden zu fuß zurück gelegt haben. alles rein ehrenamtlich, spenden an das projekt decken nur die ausgaben für die reise, der rest geht zu 100 % an das kinderhilfsprojekt dimbale und die leprahilfe senegal.

auffällig war in ihren berichten auf http://www.world7000.com immer wieder die erwähnung der überwältigenden gastfreundschaft, mit der ihnen in afrika begegnet wurde. selbst während des ramadan wurden sie von marokkanischen familien zum essen eingeladen. diese menschen, die für unsere verhältnisse in bescheidenen verhältnissen leben, haben den beiden auf ihrem weg sehr viel mehr hilfe entgegengebracht als die menschen in europa.

am 7. dezember werden willi und FX voraussichtlich zurück nach österreich fliegen. am 11. dezember um 14:30 wird es dann im café pusch http://www.cafe-pusch.at eine pressekonferenz geben.

nächstes jahr werden die beiden dann in multimedia-vorträgen von ihrem großen abenteuer erzählen.

ihr bericht von der ankunft:

Dass in Senegal, genau im Lepradorf MBalling, rotweißrote Fahnen geschwenkt werden, geht wohl in die Geschichte der Region ein. Nach 5.517 Kilometern Fußmarsch erreichten wir am Sonntag, 23. November, gegen 13.30 Uhr unser Ziel. Was uns hier erwartete ist mit Worten kaum zu beschreiben. Schon stundenlang warteten Kinder wie Erwachsene auf uns, Trommelklänge lagen ebenso in der Luft wie die grandiosen Stimmen der Griot, der begnadeten Sängerinnen. Die Herzlichkeit, mit der uns Kinder, Freunde, Bekannte und allgemein die Bevölkerung des Dorfes 80 Kilometer südlich von Dakar entgegenkamen war überwältigend.

Dabei hätte uns Senegal mit seinen 319 Kilometern beinahe noch zu Fall gebracht. Sehr warme Temperaturen und wenig Wind, viele Sandwege, aber besonders die trockene Luft machten uns täglich zu schaffen. Bei einem kurzen Gespräch mit Einheimischen entlang der Route trocknete der Mund derart aus, dass die Lippen scheinbar am Kiefer kleben blieben. Selbst den Bewohnern Senegals macht die Trockenheit zu schaffen, was man nicht zuletzt an den trockenen Händen merkte. „Hast Du eine Hautcreme für mich“ hörten wir mehrmals.
So trugen wir täglich mindestens drei bis vier Liter Getränke in unseren Rucksäcken mit. Tragen durften wir ja bekanntlich jetzt wieder selber, da wir unser Eselchen in Marokko zurückgelassen haben. Das heißt, eigentlich nicht immer, dank der Hilfsbereitschaft der Menschen entlang unserer Strecke. Unzählige Pferde- und Eselfuhrwerke fuhren an uns vorbei. Einige davon waren so nett, und ließen uns den großen schwereren Rucksack auf den kleinen Anhänger legen – welche Erleichterung. Nicht zuletzt deshalb, da wir den Großteil auf befestigten Sandwegen und teils sogar in sehr weichen Sandspuren gingen.
Besonders bemerkenswert war einmal mehr die Gastfreundschaft in Senegal – wie schon in den ersten Zeilen nach unserer Ankunft erwähnt. Jede (!) Nacht fanden wir eine Familie, bei der wir nächtigen konnten, uns zumeist duschen durften und die uns mit einem warmen Abendessen versorgte. Als Schlafplatz wählten mir meist den Sandboden unter freiem Himmel. Der Blick in den Nachthimmel mit dem gewaltigen Sternbild des Orion, die vielen Sternschnuppen und zahllosen Sterne waren uns dies wert. Und der Schlafsack wurde mittlerweile ohnehin zu unserem kleinen intimen Schlafzimmer.
Ein besonderes Erlebnis: Zwei Tage durften wir eine ziehende Peuhl-Familie auf ihrem Weg nach Dakar begleiten. Die Peuhl sind ein sehr stolzes Nomadenvolk, die sich vorrangig als Viehhirten betätigen. Zudem haben sie eine außergewöhnliche Tradition. Mit Sack und Pack samt Kindern, Babys, Ziegen und Rindern sind sie tagelang quer durchs Land unterwegs, um in der Hauptstadt für „Tabaski“, dem größten Fest der Muslim welches Mitte Dezember naht, ihre Ziegen zu verkaufen. Zwei Nächte schliefen wir mitten im Busch, drei/vier Meter neben den sehenswerten Rindern mit ihren riesigen Hörnern – natürlich alle Tiere freilaufend. Die Gastfreundschaft dieser Familie war einmal mehr zutiefst beeindruckend und das abendliche Plaudern bei Attaya (Tee) im Schein des Lagerfeuers erfreute unsere Seelen.
Weniger erfreulich war die Tatsache, dass ich (Xaver) mir bereits am zweiten Tag in Senegal wahrscheinlich die zweite Zehe am rechten Fuß gebrochen habe – zumindest ist sie seither geschwollen. Passiert ist dies an einer Wegstelle, die bis zu den Oberschenkeln von, na ja, nicht ganz sauberem Wasser überflutet war. Mehrere Frauen mit Kindern mit Eselfuhrwerken holten hier Wasser. Ich dachte, mach es wie sie und geh barfuss durch das Wasser, nahm die Schuhe in die Hand, Hose aufstricken und mitten durch. Durch das getrübte Wasser übersah ich anscheinend einen Stein und knallte mit der Zehe voll dagegen. Seither liegt der Zehennagel nur mehr als teilnahmsloser Begleiter auf der Zehe und diese selbst scheint wie gesagt etwas geknickt. Aber im engen Schuh konnte sie sich ohnehin nicht viel bewegen und so gelang es Willi und mir Gott sei Dank bis nach MBalling zu Fuß zu gehen.
Und der Empfang ließ uns mit einem Schlag alle Anstrengungen vergessen. Die Anspannungen der vergangenen Tage und Wochen – finden wir eh den richtigen Weg durch den Busch... wird unsere Kraft reichen... können wir uns ausreichend versorgen... wie werden die Leute auf uns reagieren... und vieles mehr – lagen hinter uns. Eine Herzlichkeit sondergleichen begleitete uns auf den ersten Schritten in unser Ziel. Ein besonderer Dank gebührt Ndeye Diakhate, den beiden Pape Ndaye, dem Präsidenten der „Behinderten“ Omar Dieng, Diakhate Ndour, Elhady Sey, Bürgermeister Assane Kadam, Pape Misere und natürlich als Stellvertreter für alle Thierno Diop für die Organisation eines kleinen Festes. Moustafa Ngom führte die TamTam-Gruppe an und die Griot Ngone Diop begeisterte uns einmal mehr mit einigen Damen durch ihre zauberhafte Stimme. An unserer Seite bei diesem Fest war weiters Günter Hainzl aus Traisen, der Präsident der „Leprahilfe Senegal“.
Nach der salbungsvollen Ansprache des Ortschefs marschierten wir gemeinsam mit einigen Freunden zum Haus von Thierno, wo unser Fußmarsch offiziell zu Ende ging. Eine Tatsache, die uns wahrscheinlich erst in den nächsten Tagen und Wochen so richtig bewusst wird. Nach siebeneinhalb Monaten fast ununterbrochenen Gehens dürfen wir uns jetzt auf Tage des Ausruhens freuen. Treffen mit Freunden, Besuche bei Familien, Plaudern und Schlafen in einem Bett – nächtlich (!) - liegen vor uns. Schön, einfach schön und ein tolles Gefühl, hier gelandet zu sein. Das neu erbaute Haus der „Leprahilfe Senegal“ in MBalling, das übrigens jeder der möchte für einen Urlaub mieten kann (Infos bei Günter), dient uns nach den Schlafsack-Monaten als beinah königliche Residenz.
Es ist uns nicht möglich, mit Worten den viele, vielen Menschen entlang unserer Strecke für ihre vielfältige Hilfe zu danken. Wir schließen uns den Senegalesen an, die meinen: „Yalla na la yalla fey“, Götte möge es vergelten. Denn die schönste Erfahrung in diesen Wochen war jene, dass eigentlich alle Menschen – Muslim wie Katholiken und andere Religionen, Schwarze wie Weiße, Indianer und andere Völker – gleich sind. Es gibt nur eine Welt, auf der wir alle gemeinsam leben, es gibt nur einen „Menschen“.
Bei Euch, den Lesern unserer Homepage, möchten wir uns nochmals für Euer beeindruckendes Interesse bedanken. So Gott will werden wir am Sonntag, 7. Dezember, Nachmittag wieder bei unseren Familien sein. Und dann ist unser „Weg der Freundschaft“ wirklich zu Ende... NEIN, eigentlich fängt er dann erst richtig an. Denn was wäre ein Leben ohne Freunde, ohne Menschen, die helfen ohne zu fragen, was und wie viel Geld sie dafür bekommen. Wir freuen uns auf Österreich und darauf, Euch im nächsten Jahr über unsere Erlebnisse via Fotos, Film- und Tonaufnahmen berichten zu dürfen.

Eure beiden gestrandeten etwas müden Freunde
Xaver & Willi

Mittwoch, 5. November 2008

yes he can

ein guter tag beginnt mit einer guten nachricht.
heute nacht wurde geschichte geschrieben.

Obama Pictures and McCain Pictures
see Sarah Palin pictures

3005_1_obamoidablue

es bleibt abzuwarten, was nun geschieht, zweifellos hat obama einen schweren start ins amt, es gilt riesige probleme an vielen fronten, innen- wie außen- und wirtschaftspolitisch dringend anzugehen. aber irgendwie traut man ihm das zu. auf jeden fall natürlich eher als mc cain.

eines ist klar, politiker mit so viel charisma und rhetorischer brillianz gibt es selten. dass "change" dringend nötig ist, liegt auf der hand, ob er sie auch umsetzen kann, ist eine ganz andere geschichte.

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