ich finde die aufregung, weil lugner "einen pornostar" eingeladen hat, wirklich ungerecht. soweit ich weiß, gibt es nur zwei erotikfilme mit ihr und da ist sie hauptsächlich am posen, kein verkehr. und selbst wenn, sie ist wenigstens wirklich heiß.
wenn man so argumentiert, paris hilton ist doch auch ein pornostar! nur im gegensatz zu dita ist paris stinklangweilig und null erotisch. der berühmte film mit ihr zeigt ja deutlich, wie lahm die im bett ist. dita hingegen ist unglaublich sinnlich, eine richtige göttin, eine venus. diese unglaublich schwarzen haare, die weiße haut, die roten lippen und - auch im krassen gegensatz zu paris - ist sie immer wahnsinnig gut angezogen, wenn sie was anhat. diese frau hat einfach stil, etwas was dem hilton-luder schon immer fehlt, die nur reich, blond und vulgär.
dita gefällt mir schon lange, ich finde sie wunderschön und sie macht ihr eigenes ding, inszeniert sich sehr interessant und mit konzept. dass sie als lugners gast kommt, ist ein wenig schade, also im sinne von "für sowas gibt die sich her?". allerdings ist sie auch der coolste gast den mörtel je eingeladen hat. er sagt ja, seine tocher jaqueline hat ihn bekniet, dita einzuladen, weil sie ein manson-fan ist. das find ich ja echt klasse, dass ausgerechnet lugners tochter solche idole hat. andererseits, bei solch irren eltern ist das hören von marilyn manson und ähnlicher musik nur die logische konsequenz, grad in der pubertät. also respekt vor dem mädel.
ich freu mich schon sehr auf die bilder vom ball heute abend.
die österreicher sind wahrscheinlich das unflexibelste volk der welt. und sie lieben es zu jammern, anstatt lösungen zu suchen. am liebsten jammern sie über das wetter, die politik, das fernseh-programm. und besonders verhasst ist ihnen jedewede form von veränderung.
zugegeben, die ORF-reform hat ihre schwächen. aber die art und weise, wie "krone", "österreich" und "TV-media" derzeit eine krise des staatsfunks heraufbeschwören ist unfair und überzogen.
was bitte wurde denn erwartet? dass bei so kurzer planungszeit und so knappem budget bei einem unternehmen auf sparkurs der geniale große wurf herauskommt, ist illusorisch.
vor allem, es ist bei weitem nicht alles so mies, wie derzeit behauptet wird. da heißt es gleich, die ganze reform ist gescheitert, nur weil "mitten im achten" und "heute in österreich" schlechte quoten haben. was dabei untergeht: die "ZiBs" sind hervorragend gelungen. schienen wie "art.film", "euro.film" und "dok.film" sind sehr begrüßenswert. "kreuz & quer", eine der besten sendungen im ORF erhält endlich eine frühere sendezeit. "die liebe familie NG" und "wir sind kaiser" sind großartig geworden, frisch und saukomisch. und das magazin "wie bitte" ist ebenfalls sehr gut, nur vielleicht zur falschen sendezeit. möglicherweise würde es sogar am sendeplatz von "MI8" besser laufen als jenes. und "weeds" ist eine der genialsten serien, die ich je gesehen habe.
das problem ist halt, "MI8" ist sauteuer. es verschlingt 2/3 des reform-budgets. aber dass es nicht funktioniert, ist keine große überraschung. erklärtes ziel der soap sollte es sein, junge zuseher um diese uhrzeit zum ORF zurück zu bringen. aber ob eine daily soap dazu wirklich geeignet ist? jene "jungen" sind wohl generell um 19.30 eher selten zuhause und wohl auch nicht an einer soap interessiert, die man täglich sehen muss, weil man sich sonst nicht mehr auskennt. wer bisher um diese zeit "galileo", "GZSZ", "verliebt in berlin", "big brother", "hi society" oder "sponge bob" gesehen hat, wird das wohl auch weiterhin tun. ich selbst hab nur die erste folge von "MI8" gesehen. es ist ganz witzig, aber für mich nicht gut genug, dass ich dafür auf die "ZIB" verzichten würde. ich bin auch nicht der typ, der sich soaps reinzieht und interessiere mich eben für die tagesnachrichten. "mitten im achten" ist gar nicht so übel, aber vielleicht hat es die falsche sendezeit.
ein anderes problem sind "heute in österreich" und "konkret" als nachfolge-sendungen von "willkommen österreich". "WÖ" war sehr erfolgreich, richtete sich aber ein konservativeres, älteres publikum, das durch die neuen formate weniger angesprochen wird. warum etwas das gut funktioniert so ändern, dass man die zuseher vor den kopf stößt?
wie gesagt, es gibt probleme. aber es nicht gleich alles total mies geworden.
besonders gewundert habe ich mich über den plötzlichen sinneswandel von "TV-media" chefredakteur atha athanasiadis. so schrieb er in der ersten ausgabe nach dem 10. april:
"und? wie gefällt ihnen mitten im achten? schon reingeschaut? nein? tun sie's! (...) ich müsste mich schon sehr wundern, wenn das ding nicht ein erfolg wird. die junge schauspielcrew agiert, als hätte sie in ihrem leben nichts anderes getan, also vor einer kamera zu stehen. sie sind nettt, witzig, zum verlieben. die perfekte besetzung."
und in der aktuellen ausgabe, heißt es auf einmal
"superalex, tu was!"
"ist der ORF noch zu retten?"
"zu wienerisch, zu viel sex und derber schmäh. dazu teils unerfahrene jungschauspieler, die - ohne lnage proben - in eine technisch unausgereifte produktion gehetzt wurden"
"nach dem ende von dancing stars fehlt dem ORF ein großer quotenträchtiger showevent. bitter: neue serien- und showprojekte sind erst für herbst eingeplant."
- no na, das ist auch ganz normal in der branche. weil im sommer generell fast niemand fern sieht!
und athanasiadis schreibt im editorial:
"es kann ja wohl nicht wahr sein, dass das, was wir gerade sehen, das beste ist, was am küniglberg zusammengebracht wird."
es kann ja wohl nicht wahr sein, dass man seine meinung innerhalb von zwei wochen um 180 grad dreht und den leser für so dämlich hält, dass ihm das nicht auffällt? oder aber denkt der chefredakteur eines der auflagenstärksten magazine des landes, dass sein editorial ohnehin niemand liest? da stimmt dann aber auch was nicht.
es kann auch nicht sein, dass man über sendungen, die zum teil erst 1-2 mal gelaufen sind, schon jetzt ein endgültiges urteil fällen kann. gut ding braucht weile, auch beim fernsehen. schon jetzt zu behaupten, wrabetz wäre komplett gescheitert, ist weder fair noch entspricht es der wahrheit.
ich weiß noch genau, als ich das erste mal von der beschneidung von frauen in afrika gehört habe. in der zeitung war ein bericht über das model waris dirie und ihr buch "wüstenblume", sie wurde selbst opfer der FGM (female genital mutilation, weibliche genitalverstümmelung). ich konnte es einfach nicht fassen, dass so etwas grausames und sinnloses gemacht wird.
viele frauen sterben daran, weil sie verbluten oder infektionen bekommen. fast alle leiden ein leben lang an folgeschäden. die hygienischen umstände sind katastrophal, was lebenslange entzündungen und schmerzen zur folge hat. sex und geburten sind ein echtes problem, weil schlecht verheilte wunden wieder aufreißen bzw. aufgeschnitten werden müssen. und im normalen alltagsleben sind schon urinieren und menstruation eine tortur.
auf arte war heute ein themenabend darüber, mit wirklich erschütterndem material. furchtbar sind auch die schätzungen, wie vielen frauen das auch in europa angetan wird. in frankreich und deutschland gibt es auch eigene gesetze dagegen und verstärkte kontrolle, aber in vielen anderen europäischen ländern nicht.
grund zur hoffnung geben berichte über NGOs die vor ort in afrika mit viel fingerspitzengefühl für die lokalen kultur und religion aufklärung leisten, gemeinsam mit islamischen gelehrten, denn oft kommt das argument, der koran würde die beschneidung vorschreiben, was allerdings nicht stimmt. aber menschen die nicht lesen können kann man ja leider allers mögliche erzählen. die menschenrechtsorganisation target konnte im dialog mit den menschen in äthiopien erreichen, dass die bevölkerung tatsächlich beginnt, das grausame ritual tatsächlich immer stärker abzulehnen.
es ist für mich das widerwärtigste was einer frau angetan werden kann und je mehr darüber gesprochen wird, umso besser. nur so kann sich etwas ändern.
arte wiederholt den themenabend über FGM
am samstag, 10. februar um 00:55 uhr (also eigentlich sonntag früh).
ha! mein endspiel-wettgewinn rückt tatsächlich in reichweite, das risiko ist nur noch fifty-fifty.
tolles spiel. sooooo spannend. und es wurde auch zeit, dass den präpotenten "54, 74, 90, 2006"-traummännlein mal gezeigt wird, wo der bartl den most holt. oder der lippi den chianti, har har.
Va', pensiero, sull'ali dorate.
Va', ti posa sui clivi, sui coll,
ove olezzano tepide e molli
l'aure dolci del suolo natal!
Del Giordano le rive saluta,
di Sionne le torri atterrate.
O mia Patria, sì bella e perduta!
O membranza sì cara e fatal!
Arpa d'or dei fatidici vati,
perché muta dal salice pendi?
Le memorie del petto riaccendi,
ci favella del tempo che fu!
O simile di Solima ai fati,
traggi un suono di crudo lamento;
o t'ispiri il Signore un concento
che ne infonda al patire virtù
che ne infonda al patire virtù
al patire virtù!
mein chef ist grad in rom. was gäb ich drum, mit ihm zu tauschen!
P.S.: keine angst, nach dem WM-finale gibt es wieder das orange layout.
1. es gibt doch weitaus mehr menschen als ich dachte, die eine für mich völlig unverständliche leidenschaft für frankreich hegen.
2. es ist überaus unangenehm in einer öffentlichen location fußball zu schauen und das falsche t-shirt zu tragen. nicht dass mich irgendwer angestänkert hätte, aber wohl gefühlt hab ich mich nicht in meinem brasil-top inmitten von schreienden frankreich-fans. schon gar nicht, als die selecao eine so traurige leistung lieferte. mit eingezogenem schwanz nach hause zu gehen kam aber auch nicht infrage, das wär noch peinlicher gewesen als sitzen zu bleiben. also das gesicht wahren, mit dem netten tiroler sitznachbarn reden und den gemeinsamen nenner finden: alles nicht so wichtig, hauptsache deutschland wird nicht weltmeister.
fazit:
- ich kann die französische sprache, das land, das essen und die menschen dort nach wie vor nicht besonders leiden. besser gespielt haben die franzosen aber allemal, das muss man gestehen.
- fußball werde ich in zukunft wieder lieber zuhause schauen als im kino, ich möchte morgen nicht wieder falsch liegen in meiner annahme, italien wäre hierzulande beliebter als deutschland.
im übrigen hat die squadra azzura nach dem geschenkten elfer gegen australien nun wirklich gezeigt, was sie draufhat und wenn das so bleibt, wird es nicht einfach für die deutschen. die chance auf meinen wettgewinn ist am leben! (hab im büro 5 euro auf italien als weltmeister gesetzt)