Montag, 17. Juli 2006

sensationell

poah! ist das gut:

ferrero-garden in den sorten pistazie, mandel, haselnuss, himbeere-erdbeere und kokos.

nuke 2006

was man so alles gefragt wird, wenn man auf einem festival den stand eines pop-magazins betreut:

darf ich mir ein's nehmen?
ist das gratis?
was ist das?
was steht'n da drin?
was habt'sn ihr?
sonst habt's nix?
ich kann heut nicht mehr lesen.
wisst ihr wann .... spielt?
kann ich meinen rucksack bei euch lassen?
wo ist der nokia stand? (gleich neben uns und RIESIG)
habt ihr wasser?
habt ihr bier?
habt ihr ohrenstöpsel?
habt ihr so einen regenschutz?
wo ist der bankomat?
wo ist das klo?
habt ihr solche aufblasbaren gitarren?
habt ihr kondome?

außerdem mussten wir uns zu späterer stunde von einem sehr sehr betrunkenem jungen mann erklären lassen, dass die JVP so super ist, weil da immer soviel gesoffen wird - eine einmalige leistung in einem kurzen satz zwei völlig idiotische ideen unterzubringen und freilich nicht zu verstehen, dass wir da anderer meinung sind und wieso.

ein anderer, nicht minder besoffener aber netter typ fragte uns zuerst nach kondomen, um uns nach verweis auf den automaten am klo zu erklären, dass er bei verwendung selbiger leider immer seine erektion verliert. das ist zwar traurig, aber weit mehr info als ich gewünscht hätte. möglicherweise, so hab ich ihm erklärt, ist der alkohol der standhaftigkeit auch nicht so zuträglich.

neben sehr guten konzerten von den frames, den streets, jan delay, stereo MCs und jovanotti war ich froh, ein dach über dem kopf zu haben, als das unwetter los ging, dass das gelände über richtige, wassergespülte klos verfügt und dass der merkurmarkt in gehweite lag, wodurch ich nicht sämtliche verpflegung völlig überteuert am gelände kaufen musste.

alles in allem ein sehr feines, lustiges wochenende. wenngleich das wetter kurz scheiße war, die strokes abgesehen von der zugabe eine riesen enttäuschung waren und der spritzer ausgesprochen widerlich geschmeckt hat. jetzt muss ich mal meinen muskelkater vom tanzen auskurieren. tja, man wird eben auch nicht jünger. aber ich bin jetzt endlich braun geworden.

und: die pixies mal live zu sehen, war schon was ganz besonderes und zum glück blieb die zuerst befürchtete programmierte enttäuschung aus. selbst wenn natürlich der großteil des publikums zu jung war, um deren stellenwert als absolute legende zu würdigen und freilich keine anderen songs kannte als "where is my mind" aus der TV-werbung oder aus "fight club". bei "monkey gone to heaven" bekam ich gar eine gänsehaut und zerdrückte vor emotionaler überwältigung eine freudenträne.

bei den strokes hingegen fand ich nur das lichtdesign geil. zu glatt, zu perfekt zu sehr wie von CD klang der sound. der funke, dass es mich so richtig rockt, sprang nie über. irgendwas stimmte hier gar nicht. das war zu wenig rough, zu wenig krach, zu wenig rock 'n' roll - zu wenig ... live? dass die zugabe ganz anders und plötzlich genauso heiß und dreckig klang wie ich mir den rest so sehr gewünscht hätte, erhärtet diesen verdacht.

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